Neben seiner pädagogischen Erfahrung, die der seit 1988 an der Musikhochschule Würzburg für Orchesterleitung tätige Wolfgang Kurz mit einbrachte, profitierten die Kursteilnehmenden von seiner umfassenden künstlerischen Expertise.
In einem ersten Unterrichtsblock vertieften die KirchenmusikerInnen ihre Kenntnisse über Schlagfiguren. Der sichere Umgang mit dem Taktstock sowie die korrekte Positionierung und Führung wurden geübt. Dabei wurden auch Aspekte deutlich, die die Chorleitung von der Orchesterleitung unterscheiden.
In der zweiten Unterrichtseinheit unterstützte der Schweinfurter Kirchenmusiker Martin Seiwert am Klavier, indem er gekonnt und einfühlsam korrepetierte. So tönten Klänge aus dem Bassrezitativ „Thus saith the Lord“ aus Händels „Messias“ oder dem „Sanctus“ aus Schuberts G-Dur Messe durch die Aula des Priesterseminars. Am Abend bereicherten professionelle Streicher in der Besetzung 3-3-2-2-1 den Kurs. Sie setzten sich aus dem Würzburger Kammerorchester zusammen, das lange Zeit unter der Leitung von Kurz stand. Seiwert übernahm am Klavier den Part der Blechbläser, sodass sich ein voller Orchesterklang erahnen ließ.
Auch am zweiten Kurstag konnten sich die Teilnehmenden an Auszügen aus Händels „Messias“, Mendelssohns „Elias“, der G-Dur Messe von Schubert sowie Haydns
„Schöpfung“ erproben und neue Impulse gewinnen. Neben der bewährten Besetzung des Vortages wurde der Kurs durch den Bariton Felix Mischitz ergänzt, der souverän die Gesangspartien übernahm.
Die 16 Teilnehmenden des Kurses verbrachten zwei harmonische Tage mit einer durchgehend produktiven und konzentrierten Probenarbeit. Daneben kam auch der kollegiale Austausch über die Bistumsgrenzen hinaus nicht zu kurz. Am Ende waren sich alle einig: Die zwei lehrreichen Tage vergingen viel zu schnell.
Bericht: Marcel Schwarz



