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Pilgerreise der Kirchenchöre des Bistums Würzburg nach Rom

Pilgerreisen haben im Bistum Würzburg eine lange Tradition, auch in der Kirchenmusik.

520 Sängerinnen und Sänger aus dem Bistum Würzburg hatten sich für die Pilgerfahrt nach Rom im September 2026 angemeldet, die von Diözesanmusikdirektor Rainer Aberle und seinem Stellvertreter, Stefan Walter vorbereitet und organisatorisch wie musikalisch geleitet wurde. Zur großen Freude aller Pilgernden begleitete der Würzburger Bischof Franz Jung die Reise gemeinsam mit Domkapitular Albin Krämer, Juliusspitalpfarrer Bernhard Stühler und dem Kitzinger Pfarrer Simon Mayer.

Mit neun Bussen der Firma Hock führte die Wallfahrt über eine Vielzahl bedeutender Kirchen wie die Wallfahrtskirche Schönenberg, die Stiftskirche Wilten in Innsbruck, die Basilika St. Andrea in Mantua, über die römischen Kirchen Petersdom, St. Ignazio und St. Cecilia, die Basilika St. Francesco in Arezzo und den Dom in Brixen. Die Pilgernden feierten hier gemeinsam die Eucharistie und gestalteten die Gottesdienste mit einem breit aufgestellten und anspruchsvollen musikalischen Programm.

Chortutti, Kammerchor (bestehend vorwiegend aus KirchenmusikerInnen des Bistums Würzburg) und Gemeinde agierten sowohl im Dialog als auch gemeinsam und wurden dabei von einem Bläserensemble souverän unterstützt und begleitet. Die Chöre sangen mit großer Freude und beeindruckendem Klang Werke der Renaissance, englischer Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts bis hin zu zeitgenössischen Werken wie der Missa buccinata von Christian Heiß und der Missa Sancti Kiliani (2023/24) von Christian Stegmann.

Bischof Dr. Franz Jung berührte die Sängerinnen und Sänger mit bewegendenden Ansprachen, die auf theologische Inhalte ebenso eingingen wie auf musikhistorische Hintergründe und ihre Bedeutung für die Liturgie. Herausragend in dieser Hinsicht: die Kirche St. Francesco in Arrezzo, wo im 11. Jhdt. der Benediktiner und Musiktheoretiker Guido von Arezzo wirkte, dem wir die Erfindung der Notenschrift und der Solmisation zu verdanken haben und dessen „Guidonische Hand“ in der damaligen Praxis und bis heute von großer Bedeutung ist.

Erfüllt von vielfältigen Eindrücken, von einer wunderbaren Gemeinschaft im Singen und Beten und gestärkt für den Alltag kehrten die Sängerinnen und Sänger über den Dom von Brixen in ihr Heimatbistum und in ihre Chöre zurück.

Anke Willwohl, Kantorin in Würzburg

Artikel im POW: https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/es-war-einfach-ein-kunstgenuss/

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